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Unsere Haut

 

Die Haut ist das größte menschliche Organ. Sie bildet eine elastische Hülle und überzieht den ganzen Körper als Trennschicht zur Außenwelt. Ihre Bedürfnisse verändern sich mit der Tageszeit, den Umweltbedingungen, dem Wetter und natürlich mit dem Alter. Sobald wir ihre vielfältigen Funktionen verstehen, erkennen wir, wie wichtig es ist gut für die Haut zunsorgen.

DIE HAUT, EIN KOMPLEXES UND ERSTAUNLICH VIELSEITIGES ORGAN

  • Die Haut stellt als sensible Hülle ein Flächenorgan dar
  • Als größtes, einzig sichtbares Organ wiegt sie ca. 5 kg und misst 2m2, 1cm2 mit etwa 3mm Dicke hat ca. 3000 Sinneszellen, 200 Schmerzpunkte 100 Druckpunkte, 25 Kälte- und 5 Wärmepunkte, 100 Schweißdrüsen, 200 Haarwurzeln, 3m Lymphbahnen und Kapillargefäße sowie 12m Nervenbahnen
  • Die Haut dient als Abgrenzung des Organismus gegenüber der Außenwelt
  • Sie schützt den menschlichen Körper vor pathologischen Keimen, vor Sonnenlicht oder Austrocknung
  • Zugleich bildet die Haut mithilfe des Tastsinns die Verbindung zwischen der Außenwelt und unserer Psyche
  • Jüngere Forschung ergab in diesem Zusammenhang, dass die Haut ein neuroimmunologisches Organ ist. Heute weiß man, dass das Nervensystem bis in die oberste Hautschicht reicht. Dort stellen aktive Botenstoffe eine Verbindung zwischen Nerven und Immunzellen der Haut dar.
  • Diese neuen Erkenntnisse erklären auf wissenschaftlicher Basis, warum psychische Probleme häufig auf der Haut sichtbar werden und warum Hauterkrankungen die Psyche so stark beeinflussen.

DER AUFBAU DER HAUT
Damit sie ihren vielfältigen Aufgaben gerecht werden kann, ist die Haut in mehreren Schichten aufgebaut. In jeder Schicht befinden sich für sie typische Zellstrukturen, die entsprechende Funktionen erfüllen. Nach innen wird die Haut durch die allgemeine Körperfaszie begrenzt, die aus sehr festen Kollagenfasern besteht. Je nach Körperregion folgt dann Muskulatur, Knochen, Knorpel oder Fett.
EPIDERMIS
Die oberste Hautschicht, die Epidermis setzt sich aus fünf unterschiedlichen Schichten zusammen
  • Stratum corneum oder Hornschicht
  • Stratum lucidum oder Glanzschicht
  • Stratum granulosum oder Körnerzellschicht
  • Stratum spinosum oder Stachelzellschicht
  • Stratum basale oder Basalschicht
 

Ausgehend von der Basalschicht, in der neue Zellen gebildet werden, über die Stachelzellenschicht, die ebenso aus lebenden Zellen besteht wandern die Hautzellen über die Körnerschicht und die Glanzschicht in die Hornschicht, wo sie als verhornte Zellen abgestoßen werden. Dieser fortlaufende Prozess der Hauterneuerung dauert etwa 27 bis 30 Tage.

DERMIS
Die sehr elastische Dermis (auch Corium oder Lederhaut genannt) besteht zum großen Teil aus locker verbundenem Bindegewebe. Sie enthält verschiedene Drüsen u.a. Schweiß-, Duft- und Talgdrüsen. Auch sie ist in zwei Schichten unterteilt
  • Stratum papillare oder Zapfenschicht
  • Stratum reticulare oder Netzschicht.
Durch ihre Papillen ist die Zapfenschicht fest mit der darüber liegenden Basalschicht verbunden. Über ihre feinen Blutgefäße wird die Epidermis mit Nährstoffen versorgt. Auch das Lymphsystem beginnt in dieser Hautschicht. Lymphe entsteht durch den Austritt von Blutplasma aus den Blutgefäßen. Sie wird in den Lymphknoten gesammelt und wieder ins Blutsystem zurückgeführt. Im Bindegewebe der Zapfenschicht finden sich die Rezeptoren für Wärme, Kälte und den Tastsinn, sowie eine große Anzahl anderer Zellen wie z.B. Fibroblasten, Lymphozyten Zwischen den einzelnen Zellen befindet sich „freier Raum“, mit der Interzellularsubstanz in der sich die Zellen frei bewegen. Ein Großteil der Zellen im Interzellularraum ist Bestandteil der Immunabwehr und wird bei der Wundheilung und bei Entzündungen benötigt. Die Netzschicht enthält ein Netz aus Kollagenfasern, das mit elastischem Bindegewebe gefüllt ist und die Festigkeit und Elastizität der Haut ausmacht.

SUBCUTIS
Die Subcutis oder Unterhaut besteht aus lockerem Bindegewebe, in welches kleine Fettdepots eingelagert sind. Die Unterhaut wird von festen Fasern durchzogen, die in der Funktion von Haltebändern die Lederhaut mit der unter der Subcutis liegenden Körperfaszie verbinden.

DIE HAUT UND IHRE VIELFÄLTIGEN FUNKTIONEN
Schon im Mutterleib nimmt der Mensch Kontakt auf. Bereits zwei Monate nach der Empfängnis reagiert ein Fötus auf Berührungsreize. Die Haut wird als Kommunikationsorgan bezeichnet und sie erfüllt eine Vielzahl von in einander greifenden Funktionen.

EMPFINDSAMES ZUSAMMENSPIEL SENSIBLER SINNESEMPFINDUNGEN

Der Tastsinn ist durch verschiedene Sinnesqualitäten charakterisiert

  • Berührungsempfindung
  • Vibrationsempfindung
  • Schmerzempfindung
  • Temperaturempfindung (Schutz vor Kälte, Hitze und Strahlung)

SPIEGEL DER SEELE UND UNSERES GEFÜHLSEMPFINDENS
  • Peinliche Situation – Rotwerden, da Blut ins Gesicht schießt
  • Angst – Haare stehen zu Berge
  • Juckreiz – neue Forschung entdeckt Juckreizfasern, die direkt in die Hirnareale führen, die mit Emotionen in Verbindung stehen.
  • Hautkrankheiten wie Neurodermitis und Schuppenflechte – häufiges Auftreten bei großem Leidensdruck und gestörtem Wohlbefinden
  • Emotionaler Stress kann zu Schüben von Hautkrankheiten führen
  • Über Duftstoffe, die sogenannten Pheromone, sendet die Haut Geruchs-botschaften

TEMPERATURREGULIERUNG

Die Haut nimmt Hitze und Kälte wahr Verdunstungswärme sorgt für einen Schutz vor Überhitzung. Schweißdrüsen scheiden gleichzeitig Abfall und Giftstoffe aus Gefäße weiten sich. Der Mensch kann bis zu 10 Liter Schweiß am Tag abgeben. Dabei werden auch Mineralstoffe ausgeschieden, deshalb schmeckt der Schweiß salzig. So hat die Haut auch einen entscheidenden Einfluss auf innere Prozesse im Organismus. Bei Kälte zieht sich die Haut zusammen, um keine Wärmeenergie zu verlieren (Gänsehaut).

ÄUSSERE SCHUTZFUNKTION ALS TEIL DES IMMUNSYSTEMS
  • Die Haut hat einen pH-Wert von 5,7 und ist deshalb leicht sauer. Dieser kommt durch körpereigene saure Substanzen in Schweiß, Talg und Hornzellen zustande. Sie bilden den Säureschutzmantel der Haut und wirken aktiv gegen das Eindringen fremder Keime und hemmen das Wachstum schädlicher Keime
  • Langerhanszellen (800/cm2) wandern bei Kontakt mit eingedrungen Keimen aus der Epidermis ins Lymphatische System
  • Wenn UV-Licht in die Haut eindringt, ziehen sich die Langerhanszellen aus der Epidermis zurück. Dadurch reduziert sich die Immunabwehr der Haut
  • Die Haut bietet Schutz gegenüber Druck, Stößen und Reibung
  • Sie schützt vor chemischen Schädigungen
  • Durch die Bildung einer Lichtschwiele schützt uns die Haut vor UV-Strahlung und Sonnenbrand

STÄNDIGE ERNEUERUNG – EIN LEBEN LANG
  • Oberflächliche Verletzungen heilen ohne Spuren zu hinterlassen
  • Werden jedoch auch Dermis und Subcutis beschädigt, ist der Schaden deutlich höher, es bildet sich sehr zellenreiches Bindegewebe und der Heilungsprozess geht meist mit der Bildung von Narben einher
  • An besonders strapazierten Stellen, wie Fußsohlen und Handflächen bildet sich Hornhaut

BERÜHRUNG HAT EINE STARKE WIRKUNG
  • Sensibel nimmt die Haut jede noch so kleine Berührung wahr.
  • Der Tast- oder Fühlsinn hat eine große stimulierende Kraft
  • Sanfte Berührung vermittelt Wohlbefinden
  • Berührung oder Massage bewirkt dass der Körper weniger Stresshormone ausschüttet
  • Sie fördert die Ausschüttung von Nervenbotenstoffen, die beruhigend wirken
  • Senkt den Blutdruck
  • Stabilisiert die Verdauung
  • Stärkt das Immunsystem
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